

Nach einer Betriebsversammlung des VW-Konzerns können Zeitarbeitnehmer wieder hoffen. Nachdem Arbeitnehmervertreter schon befürchtet hatten, dass man alle Zeitarbeitsverträge auslaufen lassen werde, plant VW nun doch mehr als die Hälfte der Zeitarbeitnehmer fest anzustellen.
Komfortable und unkomplizierte Online-Abgabe der Meldungen von nach Deutschland entsandten ausländischen Arbeitnehmern Das Meldeportal-Mindestlohn des Zolls zur Anmeldung von nach Deutschland entsandten ausländischen Arbeitnehmern ist seit dem 1. Januar 2017 erfolgreich am Start. Arbeitnehmer, die aus dem Ausland entsandt werden, müssen in Deutschland Mindestlohn erhalten. Arbeitgeber mit Sitz im Ausland, die Arbeitnehmer nach Deutschland entsenden, müssen ihre Arbeitnehmer dem Zoll melden und versichern, dass sie die entsprechenden Arbeitsbedingungen einhalten. Seit Beginn des Jahres können diese Meldungen mithilfe des Meldeportals-Mindestlohn komfortabel und unkompliziert online abgeben werden.
Das Bundesarbeitsgericht beschäftigt sich mit der Frage, ob DRK-Schwestern weiterhin als Vereinsmitglieder oder als normale Arbeitnehmer eingestuft werden. In letzterem Fall würde für das Beschäftigen von DRK-Schwestern ausßerhalb des DRK das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz gelten und somit auch die ab 01.04.2017 geltende Überlassungshächstdauer von 18 Monaten. Um das für das Gesundheitswesen wichtige Modell der Schwesternschaften nicht zu gefährden, verständigten sich daher Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und DRK-Präsident Rudolf Seiters auf eine Sonderregelung bzgl. der Überlassungshöchstdauer.
Bei VW gibt es weiter Streit um den Zukunftspakt und die Zukunft der Zeitarbeiter. Der Betriebsrat verlangt, dass alle Zeitarbeitnehmer, die drei Jahre im Unternehmen sind übernommen werden müssen. Das Handelsblatt berichtet, dass VW bereit sei, 2000 Zeitarbeitnehmer zu übernehmen.
Laut einer Studie der Jobbörse Indeed sind aus Sicht der Wähler Lohngerechtigkeit und Flüchtlingsintegration aktuell die beiden arbeitspolitischen Top-Themen. Abgeschlagen auf den hinteren Rängen liegen die Themen Automatisierung und Digitalisierung.
Einer Studie der Bremer Arbeitnehmerkammer zufolge werden in der Bremer Luft- und Raumfahrtbranche ca. 15 Prozent Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Dies stellt einen überdurchschnittlich hohen Wert da. Als Begründung führt die Studie fehlende strategische Personalentwicklungsprogramme an.
In der heutigen schnell veränderlichen und komplexen Arbeitswelt greifen langfristig orientierte strategische Personalentwicklungskonzepte oft nicht mehr. Vielfach kann nicht mehr vorhergesagt werden wieviele Mitarbeiter mit welchen Fähigkeiten in Zukunft gebraucht werden. Um flexibel Kompetenzdefizite auszugleichen, werden Mitarbeiter zukünftig mehr Eingenverantortung in Bereich der eigenen Weiterbildung zeigen müssen. Personalentwickler müssen im Gegenzug geeignete Tools zur selbstständigen Kompetenzentwicklung zur Verfügung stellen. Durch den steigenden Bedarf an Flexibilität wird auch die Zeitarbeit eine verstärkte Rolle spielen.
Laut einer Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit gab es Mitte 2016 1,006 Millionen Zeitarbeitnehmer in Deutschland. Das sind ca. 45.000 Mehr als im Jahr davor. Der Anteil Zeitarbeitnehmer an den sozialpflichtig Beschäftigten liegt damit bei 3 Prozent.
Im VW-Stammwerk in Wolfsburg wurden die ersten auslaufenden Verträge von Zeitarbeitnehmern nicht verlängert. In den nächsten Wochen sollen weitere Zeitarbeitnehmer folgen, die dann das Unternehmen verlassen oder an andere Standorte wechseln. Ursachen sind die instabilen Verkäufe des Golf und besonders der Zukunftspakt.
Worauf Jobsuchende bei potentiellen Arbeitgebern Wert legen. Laut Orizon Arbeitsmarktstudie 2016, einer bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung, waren im vergangenen Jahr wieder mehr Arbeitnehmer auf Jobsuche als im Vorjahr. Rund 27 Prozent der über 2.000 Befragten gaben an, sich aktiv nach einer neuen Anstellung umzuschauen. In manchen Branchen ist die Nachfrage nach Arbeitskräften jedoch größer als die Zahl geeigneter Bewerber – Unternehmen müssen sich kreativ um künftige Mitarbeiter bemühen und ihre Attraktivität unter Beweis stellen. Doch worauf legen Arbeitnehmer eigentlich Wert? Auch darauf gibt die Studie differenzierte Antworten.
Im Interview mit dem Onlinemagazin gründerszene.de beschreibt Unternehmer Fritz Trott die Geschäftsidee seines Startups ZenJob, mit der er die Zeitarbeit verbessern will. Kernstück seiner Idee ist die Vermittlung komplett und zentral über eine Smartphone-App ablaufen lassen. Das spart den Unternehmen Verwaltungsaufwand. Alle registrierten Arbeitswilligen erhalten bei Annahme eines Jobs grundsätzlich einen Stundenlohn von 10 Euro. So will er faire Bezahlung sicherstellen und dem Bild des unterbezahlten Zeitarbeitnehmers entgegenwirken.
Stefan Körzell, Mitglied des Bundesvorstand des DGB, nimmt in diesem Interview Stellung zum neuen Tarifvertrag in der Zeitarbeitsbranche und der Kritik, mit diesem die Zeitarbeitnehmer schlechter zu stellen als Sie es durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz wären.
Das Tarifeinheitsgesetz hat das Ziel, die Macht von kleinen Gewerkschaften wie Cockpit oder GDL einzugrenzen. Da die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes noch nicht geklärt ist, wagt es bisher keiner sich darauf zu berufen und es anzuwenden. So können die kleinen Gewerkschaften so verfahren bisher.
Um sich im Ausland flexibel neu orientieren zu können und aufgrund des Fachkräftemangels setzen deutsche mittelständische Unternehmen verstärkt auf ausländiches Fachkräfte. Der Mittelstand ist daher auf die gerade stattfindende Zuwanderung angewiesen. Das zeigt eine Analyse von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanel.
Wie Recherchen der Wirtschaftswoche und des ARD-Magazins "Polit München" ergeben haben, ermittelt die Staatsanwaltschafts gegen die Hofer Group wegen des Verdachts auf Sozialversicherungsbetrug aufgrund illegaler Wergverträge. Hofer ist ein bekannter Dienstleister aus der Event-Branche, der Chauffeure und Hostessen für Veranstaltungen zur Verfügung stellt und unter anderem auch für den Autobauer BMW oder KBB, eine Tochter des Bundes, tätig geworden ist. Sollte sich der Verdacht bestätigen und sich die Werkverträge als illegale Arbeitnehmerüberlassung herausstellen, wären auch BMW und KBB betroffen.
Matthes Schröder erklärt in seinem Beitrag, warum die AÜG-Reform aus seiner Sicht nicht den gewünschten Erfolg bringen wird. Die Regulierung der Zeitarbeit führe nicht zu der Wunschvorstellung, dass dann Stammbelegschaften vergrößert würden. Durch die zusätzlich Hürden für die Umsetzung von Zeitarbeit würde stattdessen eher auf Werk- und Dienstverträgen ausgewichen werden oder die Stammbelegschaft entsprechend mehr Überstunden machen.
Der freie Journalist Bernd Kramer kritisiert in seinem Artikel in der Zeit befristete Verträge. Aus seiner Sicht sind viele Verträge grundlos befristet, was Arbeitnehmer zu "Wegwerfprodukten" mache. Er beklagt, dass die Politik nichts gegen das Problem der befristeten Verträge unternimmt und die betroffenen Arbeitnehmer alleine gelassen werden.
Der neue Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung erhält Kritik sowohl von Arbeitgeberseite als auch von Seiten der Gewerkschaften. So geben die im Bericht festgestellten "zunehmend unsicheren Beschäftigungsverhältnisse" aus Sicht der Arbeitgebervereinigung BDA die reale Beschäftigungssituation nicht korrekt wider. Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB bemängelt hingegen, dass der Bericht zuwenig Handlungsempfehlungen für mehr Gleichheit in der Arbeitswelt beinhaltet.
Branche leistet Arbeitsmarktintegration „Brigitte Pothmer hat offenbar immer noch nicht erkannt, dass ein Zeitarbeitsverhältnis in aller Regel eine unbefristete, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit übertariflicher Bezahlung ist“, reagiert Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), auf die Forderung von Brigitte Pothmer (GRÜNE), weniger Arbeitsuchende in Zeitarbeit zu vermitteln.
Die Grünen-Politikerin Brigitte Pothmer hatte im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung kritisiert, dass die Vermittlung von Arbeitssuchenden in Zeitarbeit keinen langfrsitigen Effekt für die Integration in den Arbeitsmarkt habe. Dem widerspricht Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ): Er weist darauf hin, dass ein Großteil der Zeitarbeitnehmer zuvor arbeitslos war und über ein Drittel der Zeitarbeitnehmer im Anschluss übernommen werden.
Das neue AÜG wird am 1. April 2017 in Kraft treten. In diesem umfangreichen Beitrag der Legal Tribune Online stellt der Jurist Dr. Alexander Bissels die wichtigsten Änderungen vor.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen