

Laut Statistik-Austria ist die Zahl der Arbeitnehmerüberlassungen in Österreich von 523.500 im Jahr 2019 auf 373.900 im Jahr 2021 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 29 Prozent, von dem besonders die Tourismusbranche betroffen war. Fast 55 Prozent der Überlassungen im Jahre 2020 und 2021 dauerten kürzer als einen Monat.
Zu Beginn des Jahres sind die Unternehmen der compleet Group GmbH – AVAX, EVINT, GermanPersonnel und compana – zur compleet GmbH verschmolzen. compleet stellt die Vernetzung von Software-Lösungen für Workforce Management und Recruiting auf der eigenen Plattform in den Fokus. Diese Strategie wird von einem neuen Geschäftsführungsteam vorangetrieben.
Im vierten Quartal 2021 gab es bundesweit 1,69 Millionen offene Stellen. Dies ist bei der seit 1989 durchgeführten Betriebsbefragung der höchste je gemessene Wert. Gegenüber dem dritten Quartal 2021 stieg die Zahl der offenen Stellen um 303.000 oder rund 22 Prozent, im Vergleich zum vierten Quartal 2020 um 507.000 oder 43 Prozent. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Der Arbeitsminister Hubertus Heil hat sämtliche Formulierungen zur strengeren Erfassung der Arbeitszeit im Gesetzesentwurf wieder entfernt. Nach einer Argumentation von Pascal Kober (arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion) sei die elektronische Arbeitszeiterfassung nicht umsetzbar und eine Belastung für Unternehmen, welche in Firmenhandys oder neue Software investieren müssten.
Pflegeheimen und Krankenhäusern ist der Einsatz von Zeitarbeitskräften in der Pflege schon länger ein Dorn im Auge. Dennoch steigt die Nachfrage nach externem Personal stetig an - vor allem durch die Einführung der Impfpflicht in der Pflegebranche. Zeitarbeitsunternehmen berichten, dass sie teilweise soviele Anfragen erhalten, dass sie einen Großteil der Aufträge nicht mehr annehmen können, darunter auch Christian Baumann, Geschäftsführer von Pluss Personalmanagement, einem der größeren Personaldienstleister im Pflegebereich: „Wir merken ganz stark, dass die Anfragen gestiegen sind“. Es gebe zwar noch eine stille Reserve, grundsätzlich könne er die verstärkte Nachfrage nach voll geimpften Pflegefachkräften aber „natürlich nicht bedienen“.
Das von der Bundesregierung geplante Gesetz zur Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro ab dem 1. Oktober diesen Jahres, soll am Mittwoch im Bundeskabinett entschieden werden. Das Vorhaben wird von Arbeitgeberverbänden schon länger kritisiert. Nun kommt der Völkerrechtler Frank Schorkopf in seinem von der BDA in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Schluss, dass der Gesetzentwurf aus mehreren Gründen verfassungsrechtlich bedenklich sei. Die Arbeitgeber verzichten jedoch zunächst auf eine Klage und hoffen auf die „Lern- und Einsichtsfähigkeit“ des Gesetzgebers.
Der Gesetzentwurf zur Mindestlohnerhöhung auf zwölf Euro soll am Mittwoch im Bundeskabinett beraten werden. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zeigte sich gegenüber dem Tagesspiegel zuversichtlich, dass der Entwurf am Mittwoch beschlossen und auf den Weg gebracht werde.
Sechs Sammelunterkünfte für Zeitarbeitnehmer wurden Mitte Februar untersucht und werden nun nach einer Bekanntgabe des nordrhein-westfälischen Bau- und Kommunalministeriums geschlossen. Unter anderem wurden lebensbedrohliche, menschenunwürdige Wohnzustände und ausbeuterische Mietpreise scharf bemängelt.
Deutschland wird mit der aktuell geplanten Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro eine Vorreiterrolle in Europa übernehmen, so ist die Einschätzung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung. Aktuell werde Deutschland in Sachen Mindestlohn in der EU nur von Luxemburg übertroffen, wo der Mindestlohn von 13,05 € bereits gilt.
Infolge von Corona-Infektionen, Quarantänezeiten oder Absenzen von Eltern aufgrund von geschlossenen Kinderbetreuungseinrichtungen waren im Januar 2022 knapp 40 Prozent der Betriebe von Arbeitsausfällen betroffen. Gut 20 Prozent aller Betriebe und damit mehr als die Hälfte der von Arbeitsausfällen betroffenen Betriebe berichten auch davon, dass diese Ausfälle größere Probleme im Betriebsablauf nach sich ziehen. Das zeigt eine zwischen dem 13. und dem 28. Januar durchgeführte repräsentative Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Insgesamt 570 Zeitarbeitnehmer müssen zum Monatsende das VW-Werk in Kassel/Baunatal ihren Posten räumen. Für Verwirrung sorgt unter den Betroffenen, dass es die Tochter des VW-Konzerns Autovision neuerliche Ausschreibungen für den Standort Kassel/Baunatal ausschreibt.
Die Zahl an Tarifvertägen in Betrieben nimmt ab - und auch die Arbeitnehmer setzen sich weniger für Tarifverträge ein. So weist es das IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) aus. Seit der Jahrtausendwende ist der Anteil an Beschäftigten, die in tarifgebundenen Unternehmen angestellt sind, auf unter 50 Prozent gesunken.
Mit der vorgesehenen Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro zum Oktober 2022 hebelt die Bundesregierung den geltenden Beschluss der Mindestlohnkommission aus und brüskiert damit die Kommission. Durch den Paradigmenwechsel hin zu bedarfsgerechten Löhnen delegiert der Staat seine sozialpolitische Verantwortung an die Sozialpartner.
Nachdem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geäußert hat, dass die Corona-Impflicht in Bayern vorerst ausgesetzt werden soll, hagelt es nun scharfe Kritik von Rechtsexperten, die ihre Zweifel an der Rechtmäßigkeit haben. Schließlich sei das Gesetz "glasklar formuliert". Nach Überzeugung des Präsidenten des BSG (Bundessozialgerichts), Rainer Schlegel, lässt das Infektionsschutzgesetz das Aussetzen der Impflicht nicht zu.
Nach mehrtägigen Verhandlungen haben sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter der Pflegekommission darauf geeinigt, die Lohnuntergrenze in der Altenpflege für qualifiziertes Personal bis Ende kommenden Jahres um rund 22 Prozent und für ungelernte Hilfskräfte um 18 Prozent anzuheben. Der Pflegemindestlohn setzt sich damit deutlich vom gesetzlichen Mindestlohn ab. Der Anstieg der Lohnuntergrenze soll in vier Schritten erfolgen und bis Dezember 2023 abgeschlossen sein.
Der Automobilhersteller Opel sucht für den Standort Rüsselsheim über den Personaldienstleister Adecco mehrere Hunderte Zeitarbeitnehmer. Aufgrund der guten Auftragslage werden Mitarbeiter u. a. für die Montage, als Produktionshelfer, in der Lagerlogistik und Gabelstaplerfahrer gesucht.
Im Oktober 2022 soll der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro steigen. Unternehmen aus dem Handel- sowie Dienstleistungssektor müssen ihren Beschäftigten somit mehr zahlen.
Die von der Ampel-Koalition für Oktober 2022 geplante Anhebung der Verdienst-Obergrenze bei Minijobs wurde von den Gewerkschaften kritisiert. Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), merkt an, dass die Erhöhung auf 520 Euro bei Minijobs eventuell mehr reguläre Arbeitsplätze verdrängen könnte.
Mit einer „differenzierten Lohnpolitik“ will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Tarifrunden in diesem Jahr bestreiten. „Wer glänzende Geschäfte auch aufgrund der Pandemie gemacht hat, wie zum Beispiel Versicherungen, Banken oder die Deutsche Telekom, muss die Beschäftigten entsprechend an den Gewinnen beteiligen. Wo es schlechter läuft, wie in Teilen der Luftfahrtbranche, werden wir das dementsprechend berücksichtigen“, erklärte die stellv. ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis am Montagabend in Berlin. Eindeutiges Ziel seien aber Reallohnzuwächse.
Personalmangel macht immer mehr Dienstleister zu schaffen. Gute Gründe liegen vor, denn nicht nur die Pandemie hat die Situation verändert.
Ein Pfleger berichtet, das die Anstellung als Zeitarbeitnehmer für manches Krankenpflegepersonal ein Ausweg aus schlechter Bezahlung, Überstunden und Wochenendarbeit ist. Seit dem er nicht mehr in einem Krankenhaus fest angestellt ist arbeitet er weniger, verdient aber trotzdem mehr als vorher.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen