

Generell nimmt die Fluktuation der Mitarbeiter dann zu, wenn die Lage am Arbeitsmarkt gut ist. Dies bekamen die Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich zu spüren. Wie viele Stellen innerhalb eines Jahres neu besetzt werden müssen, unterscheidet sich allerdings auch von Branche zu Branche erheblich.
Die Zahl der Erwerbstätigen in einem Normalarbeitsverhältnis lag 2017 bei rund 25,8 Millionen Personen. Das waren 116.000 Personen mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, blieb der Anteil der Beschäftigten in einem Normalarbeitsverhältnis an allen Kernerwerbstätigen mit 69,3 % relativ stabil (2016: 69,2 %).
Allmählich werden die Nachteile für die Zeitarbeitnehmer durch die neue AÜG Reform deutlich: Bei Adidas und Schulte müssen jetzt zahlreiche Zeitarbeiter gehen.
In vielen Wirtschaftssektoren sind seit 2007 die Löhne und Gehälter in Sachsen-Anhalt um mehr als 50% gestiegen. Der Dienstleistungsbereich liegt mit einer Steigerung von 58% auf der Pole-Position, u. a. fällt hierunter auch die Personaldienstleistungsbranche.
Immer mehr innovative Startups bieten Online-Plattformen an, in denen u. a. voll automatisiert und unmittelbar Profile von Kandidaten und Jobs abgeglichen werden können. Die beiden Großkonzerne der Personaldienstleistungsbranche, die Adecco Group sowie Randstad, investieren Millionen in diese Art der Digitalisierung. Allerdings betrachten andere Personaldienstleister die Herausforderungen der Digitalisierung aus einem anderen Blickwinkel.
Das Daimler-Werk in Rastatt hat angekündigt die im September dieses Jahres auslaufenden Verträge von 1200 Zeitarbeitnehmern nicht mehr zu verlängern. Grund sind Umbaumaßnahmen zur Umstellung der Produktionslinie und die damit einhergehende Stilllegung einer Produktionshalle. Stammmitarbeiter sind nicht betroffen und werden in andere Hallen transferiert. Daimler hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob die Zeitarbeitnehmer nach Abschluss der Arbeiten im Frühjahr wieder mit neuen Zeitarbeitsverträgen zurückkehren können.
Die Zeitarbeitsbranche boomt. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 waren über eine Million Menschen in Deutschland als Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Für viele ist der Einsatz als Zeitarbeitnehmer eine vielversprechende Zwischenstation, denn fast zwei Drittel von ihnen werden anschließend von ihrem letzten Einsatzunternehmen oder einem anderen Unternehmen („Drittunternehmen") außerhalb der Zeitarbeit angestellt. Das belegen die Daten der Orizon Arbeitsmarktstudie 2018. Für die Studie im Auftrag des Personalunternehmens Orizon befragte das unabhängige Marktforschungsinstitut Lünendonk über 2.000 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählte Arbeitnehmer.
Zunehmend kommt es vor, dass Fachkräfte selbst nach Vertragsunterzeichnung noch den Arbeitgeber wechseln, da sie ein besseres Angebot erhalten haben. Die Erfahrung zeigt zudem, dass selbst vertraglich vereinbarte Strafen oder Prämien nach Abschluss der Probezeit ein solches Verhalten nicht unterbinden können. Denn meistens werden solche Zahlungen von dem konkurrierenden Arbeitgeber übernommen oder die Klauseln sind nur bedingt rechtlich durchsetzbar.
Das Unternehmen Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH aus Roßwein in Sachsen hat sich mit einer ganz besonderen Idee hervorgetan, um dringend benötigten Gerüstbauer anzuwerben: Kinowerbung. In einem aufwendig produzierten 35-Sekunden-Werbefilm, der kürzlich im Stuttgarter Ufa-Palast Premiere feierte, soll das Interesse fähiger Gerüstbauer geweckt werden. Das Unternehmen punktet besonders mit guter Bezahlung und Zusatzleistungen wie Kita-Zuschüsse.
Es gibt einen anhaltenden Trend in der Pflegebranche: Pflegekräfte geben ihre Festanstellung auf, um in die Zeitarbeit zu wechseln. Als Gründe werden unter anderem die besseren Arbeitsbedingungen angegeben. Unternehmensberater Edgar Schröder gibt in diesem Beitrag des arbeitsblog für personaldienstleister seine Sicht auf diesen Trend. Die Abwanderung in die Zeitarbeit zeige deutlich, dass der schlechte Ruf der Zeitarbeit längst nicht mehr der Realität entspricht und für Arbeitnehmer eine echte Alternative statt einer Notlösung sein kann.
Der Maillinger Käseabpacker Frischpack plant 30 ungarische Zeitarbeitnehmer nur noch über Werkverträge zu beschäftigen. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit einem erhöhten Bedarf an Flexibilität und dem Fachkräftemangel. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sieht diese Entwicklung kritisch und befürchtet Lohndumping als Hauptgrund.
Im Interview mit Adecco-Chef Alain Dehaze spricht das Handelblatt über die Trends auf dem Arbeitsmarkt, die Zukunft der Arbeitswelt und neue Projekte des Adecco-Konzerns.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus Syrien, dem Irak und Afghanistan steigt. Viele haben einen Job in der Zeitarbeitsbranche – das kann helfen, später auch in anderen Bereichen Arbeit zu finden.
Im Verfahren zur Abgrenzung zwischen Werkvertrag und Arbeitsvertrag beim LAG Stuttgart haben sich Daimler und der klagende Arbeitnehmer auf einen Vergleich geeinigt. Der Kläger erhält eine Entschädigungssumme von 180.000 Euro und nimmt im Gegenzug Abstand von der Behauptung, es habe ein Arbeitsverhältnis mit Daimler bestanden.
Der Wettbewerbsfaktor Nummer eins im deutschen Markt für Zeitarbeit und Personaldienstleistungen ist die Rekrutierungsstärke. Waren die Arbeitsagenturen bislang stets der wichtigste Rekrutierungskanal, zeigt sich in der aktuellen Lünendonk®-Studie eine Zäsur: Erstmals sind die Online-Jobbörsen wichtiger als die Arbeitsagenturen. Durchschnittlich rekrutieren die führenden Anbieter mehr als 28,4 Prozent der Zeitarbeitnehmer über Online-Jobbörsen, über die Arbeitsagenturen liegt der Anteil nur noch bei 19,6 Prozent. In der Vorjahresuntersuchung hatte der Anteil der über die Arbeitsagenturen eingestellten Zeitarbeitnehmer noch bei 24,3 Prozent gelegen.
Am 19.07.2018 hat die EU-Kommission beschlossen, 26 EU-Mitgliedstaaten per Schreiben aufzufordern ihre nationalen Rechtsvorschriften zur Anerkennung von Berufsqualifikationen an die EU-Vorschriften anzupassen. Ziel sei es, die Anerkennung EU-weit zu erleichtern. Bisher habe nur Litauen die Vorschriften umgesetzt. Alle anderen Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, werden die schriftliche Aufforderung erhalten und haben dann zwei Monate Zeit auf die Argumente zu reagieren.
im Zusammenhang mit dem Thema Fachkräftegewinnung und -sicherung in der Pflege wird in den Medien immer wieder die Zeitarbeit erwähnt. Häufig wird berichtet, dass Pflegekräfte verstärkt in die Zeitarbeit wechseln. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte im ZDF-Morgenmagazin: „Ich hätte lieber weniger Leiharbeit in der Pflege und mehr Festangestellte“. Seiner Meinung nach mache die „Leiharbeit im Pflegebereich die Dinge angesichts der aktuellen Probleme mit der Stellenbesetzung eher schwieriger als leichter“. BAP-Präsident Sebastian Lazay äußert sich in dieser Pressemeldung zur Entwicklung der Zeitarbeit in der Pflege und reagiert auf die Aussagen des Bundesgesundheitsminister.
Zur Jahreshälfte untersucht der aktuelle BAP Job-Navigator die Entwicklung des Stellenmarktes gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der verschiedenen Berufsgruppen: In welchen Berufsgruppen gab es den höchsten Anstieg der Nachfrage, welche Tätigkeitsbereiche sind weniger gefragt? Welche Rolle wird den Personaldienstleistern und Zeitarbeitsfirmen zuteil? Wie hat sich das Stellenangebot in bestimmten Regionen entwickelt und wie steht es um das Jobangebot für Berufseinsteiger?
iGZ-Hauptgeschäftsführer reagiert auf Aussage des Bundesgesundheitsministers | „Im Jahr 2017 arbeiteten 43.000 Zeitarbeitnehmer in der Gesundheits- und Pflegebranche, darunter 2.819 Ärzte. Da diese gesamte Branche 2017 über 3,3 Millionen Arbeitsplätze umfasste, entsprach die Zeitarbeit lediglich einem Anteil von 1,3 Prozent“, reagierte Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) auf eine Aussage des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn zur Zeitarbeit im Pflegebereich. Spahn vermutete in einem Interview im ZDF-Morgenmagazin einen „hohen Anteil an Zeitarbeitnehmern in der Pflege“. „Er hätte lieber weniger Leiharbeit". In dem Gespräch ging's um eine bessere Bezahlung von Pflegekräften und Milliardeninvestitionen in diesem Bereich. Seiner Meinung nach sollten „Gehälter bis zu 3.000 Euro im Monat und damit deutlich mehr als derzeit möglich sein".
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert von der Pflegebranche, auf ein höheres Arbeitsentgelt und bessere Arbeitsbedingungen zu achten. Die Bundesregierung plant zudem ein Maßnahmenpaket um den Pflegenotstand zu beheben. Angesprochen auf die Abwanderung von Pflegepersonal in die Zeitarbeit sagte Spahn, er hätte "lieber weniger Zeitarbeitskräfte" in der Pflegebranche.
Im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Real GmbH hat sich die Alternativgewerkschaft DHV auf die Seite der Real-Mitarbeiter gestellt. Laut Aussage der DHV hat man die Tarifverträge mit der Real GmbH schon im April aufgekündigt. Die Real GmbH und der Mutterkonzern Metro verweisen dagegen in offiziellen Stellungnahmen auf genau diese Verträge. Aktuell läuft ein Gerichtsverfahren von Verdi und anderen Gewerkschaften gegen die DHV, um dessen fehlende Tariffähigkeit festzustellen. Experten vermuten hier die Ursache für den plötzlichen Rückzug der DHV aus der Tarifpartnerschaft.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen